Donnerstag, 19. November 2009

3.A - Bilder von den Klassenfahrten

Aktualisierung - 28. 4. 2010

Die Seiten sind wieder an der ÖSB online:
Überblicksseite


Nachdem die Bilder von der Sportwoche Weiden 2007 bzw. der Wieselburgfahrt 2008 nicht mehr via OSB-Homepage verfügbar sind, habe ich sie neu verlinkt bzw. gehostet.

Hier die aktuellen direkten Links:

Sportwoche Weiden 2007 (Bildgeschichte)
Wieselburgfahrt 2008 (Text und Bilder von Péter Újházi)

Ganz liebe Grüße Euch allen von der 3.A!

Donnerstag, 3. September 2009

Das Ende

Mit 7. September trete ich meinen Dienst am Schopenhauergymnasium in Wien an, womit dieser Blog seine Aufgabe erfüllt hat.

Ich möchte mich bei allen KollegInnen und SchülerInnen für die wunderbaren acht Jahre am Österreichischen Gymnasium in Budapest bedanken und wünsche allen viel Erfolg an der Schule bzw. für ihren weiteren Lebensweg.

Es wird noch ein wenig dauern, bis ich wieder in die "Blogosphäre" zurückkehre, wohl mit einem neuen Gewand und einer neuen Struktur, die Links werden auf jeden Fall hier veröffentlicht werden.

Vielen Dank allen meinen Leserinnen und Lesern.

Freitag, 14. August 2009

Bundestagswahlen 1949

Am 14. August 1949 fanden in der Bundesrepublik Deutschland die ersten Bundestagswahlen nach dem Zweiten Weltkrieg statt.

Die Bundesrepublik Deutschland konstituierte sich am 23. Mai 1949, die sowjetische Besatzungszone wird sich am 7. Oktober 1949 zu einem Staat erklären.

Die Wahlergebnisse ergaben eine Mitte-Rechts-Mehrheit, und die Regierung wird von folgenden Parteien gebildet werden:

CDU/CSU (31%), FDP (12%), DP (4%)

Stärkste Oppositionspartei war die SPD mit 29 Prozent, die KPD erlangte nicht ganz 6 Prozent.

Bundeskanzler wird der ehemalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer.

Donnerstag, 13. August 2009

Schutz der Zivilbevölkerung im Kriegsfalle

Am 12. August 1949 wurde angesichts der humanitären Katastrophe des Zweiten Weltkriegs die Genfer Konvention erweitert, um im Kriegsfalle die Zivilbevölkerung wie auch Soldaten zu schützen.

Die Hauptpunkte sind:
  • Versorgung von verwundeten und erkrankten Soldaten unabhängig ihrer Herkunft
  • Rettungspflicht schiffbrüchiger Marinesoldaten
  • Regelung für die Behandlung von Kriegsgefangenen
  • Schutz von Zivilpersonen, die Bürger eines gegnerischen Staats sind
  • Vermeidung von Angriffen gegen die Zivilbevölkerung

Die Vertragstexte finden sich auf der Informationsplattform humanrights.ch.

Weimarer Verfassung

Am 11. August 1919 tritt in Deutschland die Weimarer Verfassung in Kraft. Beschlossen und verabschiedet wurde sie von einer in Weimar tagenden Nationalversammlung, die am 19. Jänner 1919 gewählt wurde.

Kern der Verfassung war, dass Deutschland eine repräsentativ-plebiszitäre Demokratie mit unveräußerlichen Grundrechten ist. Wahlberechtigt war jeder Staatsbürger ab dem 20. Lebensjahr.


Demokratisches Element

Die Wahlbürger konnten folgende Entscheidungen treffen:
  • Wahl des Reichspräsidenten
  • Wahl des Reichstags
  • Wahl der Länderparlamente
  • Volksentscheid über ein Gesetz
  • Volksbegehren für ein Gesetz


Legislative

Das Parlament bestand aus zwei Kammern:
  1. Reichstag: direkt nach dem Verhältniswahlrecht auf vier Jahre gewählt
  2. Reichsrat: indirekt gewählt, von den Länderparlamenten beschickt


Exekutive

Der Reichspräsident wurde vom Volk direkt gewählt, und seine Rechte waren:
  • Ernennung und Entlassung der Regierung
  • Oberbefehl über die Reichswehr
  • Ernennung des Staatsgerichtshofs
  • Auflösung des Parlaments
  • Gesetzesgewalt mittels Notverordnungen

Die Regierung wurde vom Reichpräsidenten ernannt und war dem Vertrauen des Parlaments (und somit des Wählerwillens) unterworfen.


Judikative

Der Staatsgerichtshof (als oberster Gerichtshof) wurde vom Reichspräsidenten ernannt.


Der vollständige Text der Weimarer Verfassung findet sich auf der Website des Deutschen Historischen Museums (bitte nach unten scrollen).

Montag, 3. August 2009

Vor 75 Jahren starb Paul von Hindenburg

Der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg (Generalstabschef der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg) stirbt am 2. August 1934.

Adolf Hitler, den er am 30. Jänner 1933 zum deutschen Reichskanzler ernannt hatte, wird sein Nachfolger.

Hitler ist somit nicht nur Kanzler des Deutschen Reichs, sondern auch dessen Präsident. Dank des erschlichenen Ermächtigungsgesetzes, womit die Hitler-Regierung seit März 1933 Gesetze verabschieden konnte, ist ab diesem Zeitpunkt Hitler unumschränkter Herrscher des Deutschen Reichs und lässt sich "Führer und Reichskanzler" nennen.

Samstag, 1. August 2009

Vor 90 Jahren Ende der ungarischen Räterepublik

Am 1. August 1919 setzten Truppen der Tschechoslowakei, Rumäniens und Serbiens der ungarischen Räterepublik unter der Führung Béla Kuns ein Ende.

Die ungarischen Kommunisten stürzten am 21. März 1919 die am 16. November 1918 eingesetzte Regierung der Republik Ungarns unter Ministerpräsident Graf Mihály Károlyi. Die unter Führung von Kommunisten und Sozialisten proklamierte Räterepublik nach sowjetischem Muster verstaatlichte Banken, Industrie und landwirtschaftliche Güter.

Als die ungarische Rote Armee in der Slowakei einmarschierte, um auch dort die Bildung einer Räterepublik zu fördern, marschierten die drei oben genannte Staaten unter Billigung der Entente-Mächte des Ersten Weltkriegs in Ungarn ein.

Weitere Literatur:
Gräfe, Karl-Heinz: Von der Asternrevolution zur Räterepublik (PDF)
Scharinger, Manfred: Eine kurze Geschichte der ungarischen Arbeiter/innen/bewegung
Eine Revolution aus Versehen (Pester Lloyd 12/2009)
Radek, Karl: Die Lehren eines Putschversuchs (1921)
Ghermani, Dionisie: Die Ungarische Räterepublik aus der Sicht der heutigen rumänischen Historiographie (Ungarn-Jahrbuch 1974/75) - PDF
Anon.: Die Wirtschaftspolitik der ungarischen Räterepublik

Montag, 27. Juli 2009

de Havilland DH 106 Comet (60 Jahre Erstflug)

Am 27. Juli 1949 hob zum ersten Mal eine mit Düsen betriebene Verkehrsmaschine zu einem Testflug ab. Dieses Flugzeug war die britische de Havilland DH 106 Comet, hier im Bild:



Dieser Flugzeugtyp war sofort sehr gefragt und wurde unter dem Typennamen "Comet" sehr beliebt, war jedoch sehr bald von eigentümlichen Unfällen betroffen, bei denen diese Flugzeuge einfach vom Himmel fielen.

Untersuchungen erbrachten, dass sowohl die eckigen Fenster wie auch zu harte Metalllegierungen dazu führten, dass die Außenstruktur des Flugzeugs dem Innendruck nicht Stand halten konnte. Die Flugzeuge zerplatzten in der Stratosphäre.

Mit "Comet 4" wurden diese Probleme behoben. Weichere und damit dynamischere Legierungen sowie die bis heute üblichen runden Fenster behoben die Probleme. Die Comet 4 wurde von 1958 bis 1964 hergestellt, konnte aber gegen die Konkurrenz von Boeing 707, Douglas DC-8 und Caravelle Sud nicht mehr die Oberhand behalten.

Bildquelle:
http://www.johnjohn.co.uk/compare-tigermothflights/photos/DH106_Comet_1.jpg

Samstag, 25. Juli 2009

75 Jahre Naziputsch gegen das austrofaschistische Regime

Am 25. Juli 1934 versuchten österreichische Nationalsozialisten die pro-italienische austrofaschistische Regierung zu stürzen.

Etwa 150 SSler drangen in das Bundeskanzleramt ein und ermordeten Bundeskanzler Dollfuß, dem schwer verwundet jegliche ärztliche Hilfe untersagt wurde.

Ein zweites Kommando besetzte das Rundfunkgebäude der RAVAG, dem Signal zu einem österreichweiten nationalsozialistischen Aufstand wird aber nicht nachgekommen.

Der Putsch wird niedergeschlagen, neuer Kanzler wird Kurt Schuschnigg, der weiterhin die Maiverfassung aufrechterhielt. Österreich blieb ein faschistischer Staat, der aber ab 1936 (Verständigung zwischen Hitler und Mussolini) immer isolierter war und schließlich in die Katastrophe des März 1938 schlitterte.

100 Jahre Überflug des Ärmelkanals

Am 25. Juli 1909 wurde von Louis Blériot zum ersten Mal der Ärmelkanal von Calais nach Dover mit einem Flugzeug überflogen. Das Flugzeug war ein selbstgebauter Eindecker mit der Bezeichnung Blériot XI. Der Flug dauerte 37 Minuten, die durchschnittliche Flughöhe betrug 100 Meter, und der gewonnene Preis betrug 1000 Englische Pfund (heute etwa 100.000 Euro).

Hier eine zeitgenössische Aufnahme des Flugzeugs:

Freitag, 24. Juli 2009

80 Jahre Ächtung des Angriffskriegs

Am 24. Juli 1929 trat der Briand-Kellog-Pakt in Kraft. In diesem Vertrag verpflichteten sich die Unterzeichnerstaaten, auf Krieg als Mittel der Politik zu verzichten. Die Unterzeichnerstaaten waren die USA, Australien, Kanada, die Tschechoslowakei, das Deutsche Reich, Großbritannien, Indien, der Freistaat Irland, Italien, Neuseeland, Südafrika sowie Polen, Belgien und Frankreich.

Wie labil solche Verträge sind, zeigte sich knapp zehn Jahre nach dem Vertrag als Hitlerdeutschland Österreich, Tschechien und schließlich Polen überfiel.

Das Recht auf Verteidigung war durch diesen Vertrag nicht eingeschränkt.

Historisch bedeutsam ist der Vertrag, weil er eine der Rechtsgrundlagen der Kriegsverbrecherprozesse von Nürnberg war und sein Geist in die UN-Menschenrechtserklärung einfloss, die in Artikel 4.2 Gewaltandrohung und Gewaltanwendung zwischen Staaten untersagt.



Dienstag, 21. Juli 2009

Genfer Abkommen (Indochinakonferenz)

Am 21. Juli 1954 wurde auf der Indochinakonferenz das Genfer Abkommen unterzeichnet. Beteiligte Staaten waren die Volksrepublik China, die USA, die Sowjetunion, Frankreich und - als ehemalige französchische Kolonien - Vietnam, Laos und Kambodscha.

Vietnam wurde entlang des 17. Breitengrades geteilt. Der nördliche Teil wurde der kommunistisch und nationalistisch ausgerichteten Liga für die Unabhängigkeit Vietnams (Viet Minh), zugeschrieben. Die Viet Minh wurden in Folge nach Norden abgezogen, alle Franzosen gingen in den Süden. Für 1956 waren demokratische Wahlen für ganz Vietnam und die Aufhebung der Demarkationslinie beabsichtigt.

Frankreich sicherte Vietnam, Kambodscha und Laos die Unabhängigkeit und den Abzug der französischen Truppen zu.

Die USA unterzeichneten das Abkommen nicht, sondern gaben nur eine Erklärung ab, es zu respektieren.

Das Abkommen verursachte große Flüchtlings- und Migrationsströme. Etwa 450.000 Menschen (hauptsächlich christlichen Glaubens) flohen vom Norden in den Südteil Vietnams, etwa 50.000 (hauptsächlich Anhänger der kommunistischen Bewegung) flohen vom Süden in den Nordteil.

Gegen die Bestimmungen des Abkommens wurden sowohl im Nordtteil wie im Südteil Vietnams Armeen aufgebaut, was nicht unerheblich zu den kriegerischen Auseinandersetzungen der folgenden beiden Jahrzehnte beitrug, da sowohl die USA wie auch China und die Sowjetunion die ihr nahestehenden Regierungen unterstützten.

Quellen:
Abschlussdeklaration vom 21. Juli 1954 (engl.)
Foreign relations of the United States, 1952-1954. The Geneva Conference.
The Geneva Conference of 1954. New Evidence from the Archives of the Ministry of Foreign Affairs of the People’s Republic of China (2008) - PDF, ca. 2 MB


Karte Indochinas nach dem Genfer Abkommen von 1954 (engl. Beschriftung):


Bildquelle: http://www.talkingproud.us/ImagesMilitary/Pedro/SEAMap.jpg

Der erste Schritt am Mond

Natürlich darf der erste Schritt am Mond von Neil Armstrong in dieser kleinen Sammlung nicht fehlen. Offiziell betrat er am 21. Juli um 02:56:20 UTC (Weltzeit) den Mond. Armstrong beschreibt die ganze Zeit eigentlich nur die Beschaffenheit des Mondbodens, die ja getestet werden musste, ob sie einen Menschen tragen kann.

Und zwischen seinen Beschreibungen sagt er den berühmten Satz: "That's a small step for a man but a giant leap for mankind." Dt.: "Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Schritt für die Menschheit."




Hier sieht man zwei Aufnahmen. Links die Aufnahme der im unteren Teil des Landemoduls mitgeführten Fernsehkamera und rechts die Aufnahme der von Buzz Aldrin geführten 16mm-Kamera aus dem Fenster des LM.

Montag, 20. Juli 2009

War die Mondlandung im Studio gedreht?

Ein beliebter Spaß im Internet - aber auch ein großes Geschäft - ist es nun seit einem guten Jahrzehnt, die Mondlandung anzuzweifeln. Es gibt abenteurliche "Moon Hoax"-Seiten (Hoax = Fälschung, "Ente") und Gegendarstellungen. Die meisten Fälschungsthesen lassen sich auf schlecht verstandene Physik oder auf Unkenntnis optischer bzw. perspektivischer Grundregeln der Fotographie zurück führen.

Einen sehr guten Einstieg mit vielen Links bietet die deutschsprachige Wikipedia.

Aber ich möchte nun einen Schritt weiter gehen und die neuesten Aufnahmen des Lunar Reconnaisance Orbiter von der Apollo-11-Landestelle analysieren. Als Grundlage habe ich das große, nicht komprimierte TIFF-Foto der LROC-Seite (LROC = Lunar Reconnaisance Orbiter Camera) hergenommen, da dieses Format die Möglichkeit bietet, in den Pixelbereich zu zoomen.

Das Foto findet sich auf der LROC-Seite und heißt "First Look: Eagle at Tranquility Base" (Vorsicht, 100MB!).

Hinweis zur Ausrichtung der Fotos:
- LROC-Aufnahme (2009): Norden ist nach oben
- Standbild aus dem Video des Anflugs: Norden ist nach rechts
- LO-Aufnahme (60er-Jahre): Norden ist nach oben


Bildvergleich 1:

Den Ausschnitt der Landestelle habe ich gezoomt, ein wenig aufgepäppelt, und ich vergleiche ihn dann mit einem Standbild von dem Landungsvideo meines letzten Blog-Eintrags.

Als Vergleich nehme ich zwei Punkte:

A ... kleiner Einschlag am Nordrand des "Little West Kraters"
B ... Krater nordwestlich von "Little West"

Die Buchstaben stehen immer unterhalb des bezeichneten Objekts, der Anflug von Eagle erfolgt in Ost-West-Richtung.

Hier das Standbild des Anflugs:




Hier die Vergrößerung der LROC-Aufnahme von diesem Jahr:




Wie man sieht: A und B sind absolut identisch, und zwischen A und B kann man eine Einschlagskette von drei kleinen Kratern erkennen.

Die Schlussfolgerung ist eindeutig: beide Aufnahmen zeigen eine identische Landschaft.

Ein Einwurf wäre noch möglich: dass 1969 die Landschaften bekannt waren und im Filmstudio bis auf den kleinsten Krater nachgebaut wurden. Dagegen spricht eindeutig, dass 1969 vor dem Mondflug die beste Auflösung des Landeplatzes so aussah (die Landestelle ist an der Spitze des großen weißen Pfeils):



Die drei kleinen Einschlagskrater waren nicht bekannt.

Fazit: das Anflug- und Landevideo zeigt die gleiche Landschaft, welche der Mondsatellit des Jahres 2009 zeigt, in einem Detail, welches 1969 nicht bekannt war. Daher muss Landung und Anflug auf dem Mond gefilmt worden sein.

Dass daher der Schatten, der auf dem modernen Foto an der Landestelle zu sehen ist, vom zurückgelassenen Unterteil des Mondlandefahrzeugs und nicht von einem Stein stammt, ist nur mehr eine logische Schlussfolgerung dieser Analyse.


Bildvergleich 2:

Aber auch das in meinem vorangehenden Beitrag gelinkte Foto von Armstrong am Kraterrand bestätigt, dass Armstrong und Aldrin am Mond waren.

Am südwestlichen Kraterrand "Little West" (von Apollo 11 auch "East Crater" genannt, da östlich der Landefähre) kann man deutlich zwei kleine Kratereinschläge erkennen, die ich mit "x" gekennzeichnet habe:



Diese beiden kleinen Krater sind auch am Foto von Armstrong zu sehen (auch mit "x" gekennzeichnet):



Auf dem Satellitenbild des Lunar Orbiter von 1969 sind diese beiden kleinen Krater nicht zu erkennen.

Auch dieser Bildvergleich belegt, dass es sich um dieselbe Landschaft handelt, ergo Armstrong und Aldrin am Mond waren und dort sich außerhalb des Landefahrzeugs bewegt haben.



Die Idee, dass Bühnenbildner in einem riesigen luftleeren Studio zufälligerweise die Krateranordnung so haben ausgraben lassen, wie sie an der Landestelle am Mond vorhanden ist, ohne Ortskenntnis zu besitzen, würde ich als absurd bezeichnen.

"The Eagle has landed"

Am 20. Juli 1969 landeten zum ersten Mal Menschen auf dem Mond. Neil Armstrong und Buzz Aldrin setzten um 20:17:58 Uhr UTC (Weltzeit) mit der Landefähre "Eagle" im Meer der Stille sicher auf.

Der Landeanflug war nicht ohne Probleme. Der Computerspeicher kam mit der Fülle von Daten nicht mehr zurande, weshalb Armstrong den letzten Teil des Landeanflugs per Hand steuerte. Dem war nicht genug, als der Treibstoffvorrat zu Ende ging, flogen sie über ein Kraterfeld hinweg, das nicht zum Landen einlud. Praktisch in letzter Sekunde war ein geeigneter Landeplatz gefunden.

Hier die letzten Minuten des atemberaubenden Anflugs mit Originalkommunikation:




Pünktlich zur 40-Jahr-Feier gibt es erste Fotos der auf dem Mond zurückgelassenen Plattform von Eagle westlich des Little West Kraters, der vor dem Aufsetzen noch überflogen werden musste (Eagle flog in Ost-West-Richtung). Hier eine Vergrößerung (man beachte den langen Schatten auf Grund der tief stehenden Sonne):




Die Fotos sind vom sog. LRO (Lunar Reconnaisance Orbiter, zu Deutsch: Mondaufklärungssatelliten) aufgenommen, der aktuell den Mond umkreist. Die Websites zu diesem Projekt bzw. zu Bildern des Projekts finden sich hier:

http://lroc.sese.asu.edu/index.html
http://www.nasa.gov/mission_pages/LRO/multimedia/lroimages/apollosites.html


Dazu als Vergleich der per Hand eingetragene Landeplatz auf einer Fotographie des Lunar Orbiter (1966-68), LM steht für Landing Module (Landemodul):




Hier noch der Link zu einer nicht komprimierten Version der LO-Aufnahme aus den 60er Jahren. Die Landestelle ist links mit einem weißen Pfeil gekennzeichnet:
http://www.lpi.usra.edu/lunar/missions/apollo/apollo_11/images/hi_res2_lg.gif

Interessant ist bei obigem Foto auch, dass Details (kleine Krater zum Beispiel) nicht zu erkennen sind. Erst nach 40 Jahren können Satelliten bestätigen, dass die Aufnahmen des Landeanflugs bzw. die Aufnahmen von der Mondoberfläche definitiv vom Mond stammen müssen, da sie 1969 vor dem Flug in dieser Genauigkeit nicht bekannt waren.

Es ist ja ein beliebtes Internetspiel geworden (aber auch Geschäftemacherei), die Landungen auf dem Mond anzuzweifeln, aber wer das aktuelle Foto der Landestelle mit der Landschaft des Anflugvideos vergleicht, kommt zu dem Schluss, dass es sich dabei um dieselbe Landschaft handeln muss.


Zum Schluss noch ein Panoramafoto, die Armstrong von der Südseite des "Little West Kraters" in Richtung Eagle mit Aldrin schoss. Der Abstand zwischen Armstrong und dem Mondlandefahrzeug beträgt etwa 60 Meter:



Auf diesem Foto kann man übrigens sehr schön den perspektivischen Effekt der aufeinander zulaufenden Schatten erkennen, der durch die Verwendung von Weitwinkelobjektiven entsteht.

Sonntag, 19. Juli 2009

Apollo 11 Start

Am 16. Juli 1969 startete Apollo 11 zum historischen Flug, der die ersten Menschen zum Mond und wieder zurück brachte.

Hier eine wunderschöne Aufnahme des Starts von Beobachtungskameras (nicht die TV-Perspektive) und der Kommunikation zwischen Kontrollzentrum und den Astronauten (Buzz Aldrin, Neil Armstrong und Michael Collins):




Hier nun eine Aufnahme der Kamera, welche den Start der Rakete verfolgte:




Die Kommunikationstranskripte (nicht synchronisiert, sondern nach Kommunikationsquellen getrennt) sind von der NASA abrufbar.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Das Massaker von Jerusalem (1099)

Am 15. Juli 1099 gelang es dem christlichen Heer des Ersten Kreuzzugs Jerusalem einzunehmen. Die Kreuzritter ermordeten beinahe alle Einwohner Jerusalems.

Die Gesta Francorum - ein zeitgenössisches fränkisches Dokument über den Fortgang des Kreuzzugs - berichtet (Buch X, 38):

Sie …[unsere Fürsten] veranlaßten außerdem, daß sämtliche Sarazenenleichen aufgrund des furchtbaren Gestanks aus der Stadt hinausgeschafft würden, denn fast die ganze Stadt war übersät mit ihren toten Leibern. Somit schleiften die überlebenden Sarazenen die Toten vor die Tore hinaus und schichteten sie zu Stößen auf so hoch wie Häuser. Keiner hat jemals ein solches Abschlachten von Heiden gesehen oder je davon gehört, denn sie wurden auf Scheiterhaufen verbrannt, die Pyramiden glichen, und keiner außer Gott allein weiß, wie viele es waren.

Dienstag, 14. Juli 2009

220 Jahre Erstürmung der Bastille

Der 14. Juli 1789 gilt als Beginn der Französischen Revolution, während der Tag mehr Symbolik als wirkliche Bedeutung enthält.

Der Sturm auf die Bastille, einem Gefängnis in Paris, ist Symbol für die allgemeine Wut, und der Erfolg war vor allem darauf zurückzuführen, dass nur wenige Gefangene und daher eine sehr schwache Wachmannschaft zugegen war.

Die Symbolik jedoch war: das alte, absolutistische Regime ist besiegbar. Weitere gewaltsame Aufstände folgten im ganzen Land.

Die Strahlkraft dieses Tages ist so groß, dass bis zum heutigen Tag der 14. Juli Nationalfeiertag in Frankreich ist.

Künstlerische Darstellung von J. M. Houel:



Bildquelle:
http://www.welt.de/multimedia/archive/00363/Bastille1_BM_Berlin_363610g.jpg